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Shiver - Deutschlandpremiere
 
Plakat
      
Gute Ideen sind gefragt. Eine solche hatte Brad Harris. Dem Star aus den Kommissar-X-Filmen war früh klar, dass „der einzig mögliche Ort“ für die deutsche Premiere seines neuen Films beim „geheimnisvollen Filmclub Buio Omega“ sein musste. Dort, wo er in 2006 und 2009 umjubelt empfangen wurde. Nach einigen Gesprächen ist auch Produzent Robert Weinbach überzeugt. Die Jungs vom Filmclub kreieren für das Event am 21. April 2012 im Kino Schauburg in Gelsenkirchen eigens eine ganztägige Veranstaltung. Morgens das monatliche Doppelprogramm Octopussy, abends die Deutschlandpremiere von SHIVER. Für harte Kerle (und Mädels), wie es die Fans des Genreclubs sind, natürlich kein Problem.
    
Bereits zwei Tage vor dem Ereignis fliegen Produzent Robert Wagner (und Gattin), der britische Regisseur Julian Richards und „Action-Harris“ ein. Vom sonnigen Kalifornien kommt Mr. Harris in den „Pott“ mit seinem April-Wetter. Brads Frage, weshalb der Ort denn „Gelsenkirchen“ heißt, wird glücklicherweise nicht mit den Angaben aus entsprechenden Quellen beantwortet. „Kirche mit Platz, wo sich geile Stiere tummelten“, heißt es dort in einer Erklärung. Der Pamplona-erfahrene Akteur hätte darauf sicherlich eine Antwort parat gehabt. Nun denn, auch so gibt es am ersten Abend beim gemeinsamen Dinner in der Markthalle allerlei interessante Themen zu besprechen. Dazu mundet es bestens. Die Frage eines Kellners „Red Wine – Ist das Rotwein?“ lässt allerdings durchblicken, dass es noch internationalen Nachholbedarf in der örtlichen Gastronomie gibt beziehungsweise die Königsblauen vor ihrer USA-Reise im Mai doch besser noch Englisch-Unterricht in ihr Fanprogramm aufnehmen sollten.
  
Beauties
Brad umringt von FIBO-Schönheiten
      
Tags darauf begibt sich Brad zur FIBO (Fitness-Messe) ins benachbarte Essen. Über Jahre zählte der Branchenkenner zu den regelmäßigen Besuchern. Bevor die Messe nun nach Köln abwandert, will Brad nochmals Essen seine Referenz erweisen. Auf seinem Messerundgang erkennt man ihn, es gibt das ein und andere Gespräch.
  
Friends
FIBO-Talk
  
Am Nachmittag führt der Weg zum „besten Eis der Welt“ (O-Ton Brad). Bei Mörchens Eis treffen sich auch alle Ehrengäste wieder und schlemmen an den für die Augen faszinierenden Eiskreationen.
 
Eiskarte
  
Wow
   
Eisfreuden
Gute Stimmung bei Mörchens
    
Abends geht es zum Chinesen. Auch als Reminiszenz zum 50. Jahresjubiläum von Brads Debüt im deutschen Film (1962 mit HEISSER HAFEN HONGKONG) und den Beginn seiner Arbeit als „Mann für die Action im deutschen Film“. Als Überraschung erhält Brad aus den Händen der Restaurantinhaber eine Würdigung zum Jubiläum (wer da wohl seine Finger im Spiel hatte?). Der Mann, den im Kino nichts umhauen konnte, kann sich eine Träne (der besonderen Freude) nicht verkneifen. Das macht ihn so menschlich, unseren Brad! Weit nach dem eigentlichen Toresschluss macht sich die Crew aus dem Heißen Hafen Shanghai ins Nachtquartier.
  
Restaurant 1
"So war das damals in Hongkong"
    
Restaurant 2
Auszeichnung für Brad
  
Restaurant 3
Robert, Julian und Brad beim Small-Talk
  
Restaurant 4
Ob in Hongkong oder im Shanghai... Brad & Co. faszinieren
   
Als am nächsten Morgen Octopussy startet, haben sich die Hauptakteure des Tages gerade für den Tag gestärkt. Während Captain Rowland in Kürze für neue Aufnahmen zur Verfügung steht, bastelt Robert Weinbach weiter an seiner Überraschung für den Abend. Julian Richards erkundet unterdessen die Halde Rungenberg, die ihn, wie er später feststellt, an die heimatliche Gegend seines Geburtsortes Newport in Süd-Wales erinnert. Der junge Regisseur, der sich im Horrorgenre mit dem Schocker THE LAST HORROR MOVIE (2003), der in Deutschland allerdings nur in einer arg verstümmelten Version erschienen ist, einen Namen gemacht hat, erweist sich mit seinem ruhigen und fachmännischen Auftritt im Kreis der Filmfreunde als geschätzter Gesprächspartner. Brad Harris hat unterdessen Platz genommen, um ein großes Projekt zu unterstützen. Anolis-Film wird im Laufe des Jahres die Kommissar-X-DVD-Box präsentieren.
  
Dreh 1
Gute Stimmung am Set
  
Dreharbeiten 2
   
Brad spricht einen Audiokommentar für einen der Filme. Dazu werden weitere Special, wie die besten Actionszenen von Brad, besprochen. Brad zeigt sich begeistert von der Qualität der restaurierten Filme. Nach über vier Stunden ist die Arbeit getan. Es bleibt nur kurz Zeit zum Verschnaufen. Noch eine Stärkung beim Italiener, dann steht schon das Highlight dieser Tage an.
   
Club 1
Auf zum nächsten Ereignis...
    
Club 2
... und Nervenkitzel vor dem Höhepunkt.
     
Vor der Schauburg haben sich bereits die ersten Besucher wieder versammelt. Schließlich ist nicht alle Tage ein Samstag wie dieser. Verschiedene Anfangszeiten waren verkündet worden (wozu auch diese Seite beitrug). Deshalb besser einige Minuten länger warten, bis die drei Ehrengäste auf die Bühne gebeten werden. Mit viel Applaus, das Kino ist gut gefüllt, werden sie herzlichst in Empfang genommen. Dann flimmert auch schon SHIVER erstmals in Deutschland auf der breiten Kinoleinwand.
  
SHIVER basiert auf dem Roman des US-Amerikaners Brian Harper und zeigt das furchtbare Wirken eines Killers, der serienweise Frauen ermordet und ihre Köpfe vom Torso abtrennt. Als er eine besondere „Spielgefährtin“ entdeckt, entwickelt der Killer außergewöhnliche Aktivitäten zur Besitzergreifung über die junge Frau. Als alles vorüber zu sein scheint, gerät der Psychopath noch einmal außer Kontrolle und es kommt zum rasanten Showdown mit seinem Opfer (die offiziellen Filmseiten gibt es hier:
SHIVER).
  
Show 1 
Talk mit der SHIVER-Crew
    
Nach dem packenden Filmfinale und großem Applaus für SHIVER schließt sich eine Talkrunde mit Robert, Brad und Julian an. Da sitzen sie nun auf der Kinobühne und berichten von ihren SHIVER-Erlebnissen. Die Besucher erhalten einen kleinen Einblick darüber was es heißt, einen Independence-Film zu machen. Robert Weinbach berichtet von Dreherlebnissen in Oregon und wie man – durch Zufall – eine weitere Location im San-Fernando-Tal nahe Los Angeles fand. Außerdem ist er stolz auf die Musik von Richard Band. Für Julian ist SHIVER „mehr Thriller als Horror“. Ihm ist anzumerken, dass er stolz ist, mit den Hollywood-Veteranen gearbeitet zu haben. Brad lobt die Ausdauer und Präzision seines langjährigen Kumpels Robert bei der Produktion (beide lernten sich 1961 in einer Bar in Kopenhagen kennen) und es kommt heraus, dass Brad auch Executive Producer bei SHIVER ist. Wünschen wir Brad, dass er auch das Projekt über sein Leben, MUSCLE, in Hollywood verwirklichen kann! 
 
Mit einem Male wird es hektisch im Kinosaal. Jörg vom Komitee des Filmclubs stürzt mit dem Handy in der Hand auf die Bühne. Es wird laut. Robert bekommt Vorwürfe gemacht. Brad traut seinen Augen nicht. Was ist los?
  
Show 2
Eine Bluttat in Gelsenkirchen?
 
Show 3
"Was ist los?"
  
Es scheint, dass der Serienkiller aus SHIVER heute in Gelsenkirchen sein Unwesen treibt. Das „Corpus delicti“, ein abgetrennter Kopf, teilweise umwickelt von einem blutdurchdrängten Handtuch, wird auf die Bühne gebracht. Rasch führen die beiden Bodyguards (man kennt sie noch von der X-Männer-Show) den verdächtigten Julian ab. Das Publikum nimmt vergnügt diese Einlage auf. Die geheimnisvollen Aktionen von Robert und Jörg an diesem Tag sind geklärt.
  
Show 4
Robert mit dem "Corpus delicti"
  
Robert hat tatsächlich eine Nachbildung eines abgetrennten Kopfes aus den U.S.A. mitgebracht (er will uns nicht verraten, wie er ihn durch die Kontrollen im Flughafen brachte), diesen mit viel Ketchup präpariert und mit Jörg diesen Act vorbereitet. Ein passender Abschluss für den abendlichen Schauer (= Shiver).
  
Erleichtert, dass auch dieses Treiben letztlich nur gespielt war, versammeln sich die Autogrammjäger, um die begehrten Namenszüge der Ehrengäste ergattern zu können. Gegen Mitternacht sind alle Wünsche erfüllt. Produzent und Filmclub feiern noch in die Nacht hinein die Veranstaltung. Robert ist mit seiner deutschen Filmpremiere zufrieden. Eine, die problemlos über die Bühne ging. Wenn Robert an eine vor vielen Jahren mit Glenn Ford in Deutschland geplante Premiere zurückdenkt, und er noch immer verwundert den Kopf darüber schüttelt, dass sie nur deshalb nicht zustande kam, weil der Hollywood-Star mit den gesponserten Tickets einer deutschen Fluglinie nicht fliegen wollte (er bevorzugte immer eine bestimmte US-Linie), dann war er mit der vom Filmclub Buio Omega bis ins Detail geplanten Show hoch zufrieden.
   
Autogramme
   
Am Tag danach macht sich Brad Harris mit dem Flieger auf den Weg in südlichere Gefilde. Wenn alles klappt, will und wird er wieder in die Stadt kommen. Die Freundschaft zum Filmclub bleibt bestehen. „Gute Freunde kann niemand trennen,“ heißt es schließlich auch im Schalke-Land. Robert und Julian verweilen einen weiteren Tag im Lande, bevor auch sie Richtung Heimat entschweben. „Was sie bei uns verpassen ist unwiederbringlich verloren“. Dem Buio-Omega-Motto ist - erneut - nichts hinzuzufügen. Macht bloß weiter, Jungs!