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Weitere Specials

 

 

 Abenteuer abseits vom Alltag
Magazin der Friedrich-Gerstäcker-Gesellschaft e.V.
  
Brad Harris und Friedrich Gerstäcker
  
Friedrich Gerstäcker - Abenteuer abseits vom Alltag lautet der Titel einer interessanten Heftreihe der Friedrich-Gerstäcker-Gesellschaft e.V., Braunschweig. In der aktuellen Ausgabe wird ausgiebig über die deutsche Westernverfilmung DIE FLUSSPIRATEN VOM MISSISSIPPI (1963) nach Gerstäcker berichtet. Gerstäcker-Biograf Thomas Ostwald vereint auf sieben Seiten Informationen zum Roman, stellt einen Vergleich zur Filmhandlung an und würdigt die Darsteller der Verfilmung. Weil der Film im Mai 2010 auch wieder im Fernsehprogramm auftaucht (Infos siehe in Rubrik "TV-Hinweise"), hier ein kleiner Rückblick auf Brads Mitwirkung in den zwei Gerstäcker-Filmen der 1960er Jahre.
Im Zuge der bundesdeutschen Karl-May-Filmwelle ab 1962 erkannte auch Filmproduzent Wolf C. Hartwig den Marktwert von Westernstoffen. Was lag näher als einen weiteren einheimischen Reiseschriftsteller zu filmischen Ehren kommen zu lassen. Im Gegensatz zu Karl May hatte sich der in Hamburg geborene Friedrich Gerstäcker (1816 – 1872) schon in jungen Jahren den Wind der Weltmeere um die Nase wehen lassen. Mit 21 Jahren machte er sich auf den Weg nach Amerika. Drüben schlug er sich als Heizer, Koch, Holzfäller, Farmer und Schmied durch. Mit wechselndem Erfolg betrieb er eine Fabrik, folgte dem Goldrausch und unternahm Fußmärsche von Kanada bis nach Texas. Die neue Welt war ein einziges Abenteuer für ihn. Als er nach sechs Jahren, randvoll mit Eindrücken und Erlebnissen angefüllt, zurückkehrte, begann er zu schreiben. Es fing an mit kleinen Erzählungen und Zeitungsartikeln. Bald aber folgte sein amerikanisches Tagebuch unter dem Titel „Streif- und Jagdzüge durch die Vereinigten Staaten“. Anschließend schrieb Gerstäcker sein berühmtestes Buch „Die Regulatoren von Arkansas“, und danach „Die Flußpiraten des Mississippi“. 1849 ging Gerstäcker erneut auf Reisen. Er verbrachte drei Jahre in Südamerika, Kalifornien, auf den Sandwich- und den Gesellschaftsinseln. Sein unruhiges Blut führte ihn weiter nach Australien und nach Java, 1860 kreuzte er wieder in Südamerika auf, 1862 ging er mit dem berühmten Tierforscher A.E. Brehm nach Afrika, 1867 nochmals nach Nordamerika. Die gesammelten Schriften Gerstäckers, die 1872 bis 1879 erschienen, umfassten nicht weniger als 44 Bände. Ein reiches und abenteuerliches Leben des vorigen 19. Jahrhunderts hat sich in Gerstäckers Büchern niedergeschlagen. Hartwigs Rapid-Film holte sie 1963 wieder aus der Schublade.
Mit dem leicht abgewandelten Titel DIE FLUSSPIRATEN VOM MISSISSIPPI entstand in früheren jugoslawischen Gefilden, dem heutigen Slowenien, eine der ersten europäischen Westernproduktionen (in Co-Produktion mit italienischen und französischen Partnern).
Brad Harris spielte den Cowboy bzw. Hilfssheriff Tom Quincy (mit einer eindrucksvollen Westmann-Darstellung), den Sheriff gab die junge deutsche Filmhoffnung Hansjörg Felmy und Horst Frank durfte wieder den Bösewicht, Bandenchef Kelly, verkörpern. Regie führte Jürgen Roland.
  
Cowboy Brad Harris
Brad Harris als Tom Quincy
  
Für die deutschen Filmemacher war der Westernstoff Neuland und aller Anfang schwer. Hilfe kam von Brad Harris. „Ich half der Produktion bei vielen Details, zum Beispiel wie die Sättel bei den Pferden sein mussten. Ich war ein wirklich guter Reiter, zeigte ihnen wie man im amerikanischen Cowboy-Stil reitet... Man hatte in Deutschland nicht die für Westernfilme benötigten Ausrüstungen. Westernsättel, Cowboyhüte und nahezu sämtliche anderen Requisiten mussten angefertigt werden. Die meisten unserer Pistolen waren Modelle, wie man sie im Spielzeugladen kaufen kann, nur mit drei oder vier Pistolen konnte man wirklich schießen. Dann mussten wir uns natürlich immer austauschen, so dass derjenige, der schießen sollte, tatsächlich im entscheidenden Moment auch im Besitz einer ,echten’ Waffe war. Auch die Pferde waren keine Cowboypferde. Wir mussten ziemlich viel improvisieren, um alles richtig wie im Wilden Westen aussehen zu lassen. Auch die Kostümausstattung der jugoslawischen Indianerstatisten war nicht einfach, doch im Großen und Ganzen haben wir einen ordentlichen Film zuwege gebracht.“ Auffallend für den Westernbetrachter sind, nebenbei bemerkt, die beiden überdimensionalen Sheriffsterne an Felmys und Harris Brust.  
Eine der größten Herausforderungen für die Produktion wurde die realistische Vermittlung einer „Mississippi“-Landschaft. Die jugoslawischen Flüsse können natürlich dem gewaltigen amerikanischen Strom in keiner Weise „das Wasser reichen“. Als Ersatzkulisse diente der Fluss Save. Der für die Filmhandlung notwendige Mississippi-Raddampfer stellte sich gleichfalls als nicht einfache Realisierung heraus. Tatsächlich war der Raddampfer des Filmes nur von einer Seite ein richtiges Boot, die der Kamera abgewandte Seite ein einziges Brettergerüst.
 
Brad und Dan Vadis
Action mit Brad Harris und Dan Vadis
  
Natürlich half Brad Harris der deutschen Produktion auch bei der Umsetzung spektakulärer Actionszenen. Und so bekam das Publikum nach dem Karl-May-Western DER SCHATZ IM SILBERSEE einen zweiten deutschen Westernversuch präsentiert, der trotz vergleichsweise geringem Budget und lediglich der Übernahme von einigen wenigen Elementen aus dem Gerstäcker-Roman (was sehr zu bedauern ist) bei seiner Uraufführung in 1963 ordentlich aufgenommen wurde.  
Für Wolf C. Hartwig war es deshalb nur logisch, dass er eine weitere Option auf die Verfilmung einer Friedrich-Gerstäcker-Geschichte in Anspruch nahm. Gerstäckers Roman „Die Regulatoren“ war Grundlage für DIE GOLDSUCHER VON ARKANSAS (der Filmtitel musste wohl für das Filmpublikum leicht verständlich erscheinen). Gedreht wurde diesmal, mit deutlich höherem Budget, unter der Regie von Paul Martin in der früheren Tschechoslowakei. Fachmann Brad Harris ist genauso wieder mit von der Partie wie Horst Frank (jetzt als Guter!) oder Dorothee Parker (die damalige Ehefrau von Hartwig war auch schon in der ersten Gerstäcker-Verfilmung dabei). Den bösen Mann gab diesmal, neben Dieter Borsche, kein Geringerer als Mario Adorf. Brad Harris steht allerdings an erster Stelle der Besetzungsliste (!) und schlägt sich prächtig in dieser Besetzung. Ihm nimmt man den Westerner ab. Er ist der Star des Films (lernt nebenbei seine künftige Frau, die einheimische Schauspielerin Olga Schoberova, kennen).
Die Fels- und Waldlandschaft an den Ufern der Moldau macht sich als Arkansas-Flußgebiet überaus eindrucksvoll. Man hat dazu gelernt. Großflächige Landschaftsszenen, romantische Westernatmosphäre, realistische Ausstattung (Westernstadt, Siedlertreck), spannende Inszenierung (Indianerüberfälle, Schlägereien) und gute Schauspieler sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Publikum und Kritik finden Gefallen an dem Film.
Aus unerklärlichen Gründen kommt es zu keinen weiteren Verfilmungen von Friedrich-Gerstäcker-Romanen. „Schade,“ wie Brad Harris heute findet. „Wenn man bedenkt, dass Friedrich Gerstäcker wirklich Amerika kannte und realistische Berichte über Land und Leute verfasste. Ich bin erstaunt jetzt soviel von diesem deutschen Reiseschriftsteller zu erfahren.“
Das Werk Gerstäckers bietet auch heute noch viele spannende Reiseberichte und Geschichten aus einer Zeit, als der Westen der USA wirklich „wild“ war. Das Werk wird von der Friedrich-Gerstäcker-Gesellschaft e.V. in Braunschweig jung gehalten. Das angesprochene Magazin, sowie hervorragende Werkausgaben, eine kurzweilige Gerstäcker-Biografie (von Thomas Ostwald) oder ein liebevoll ausgestattetes Museum lassen die Welt von Friedrich Gerstäcker aufleben.
Mehr Infos gibt es hier (ebenfalls Bezugsadresse für das Gerstäcker-Magazin):
   
Brad in Action
Cowboy-Spass für Brad
  
Brad Harris ist durch die Verkörperung zweier tapferer Westmänner (im Sinne Gerstäckers) zu einem kleinen bildlichen Teil der Welt des Reiseschriftstellers geworden. Und ähnlich dem Schriftsteller hat auch er als Reisender Abenteuer in aller Welt erlebt.
  
 
Muscle Beach – Santa Monica, Kalifornien
(von Brad Harris)
   
  Muscle Beach
  
Muscle Beach „ist nicht mehr das was es war“, mit meinen 76 Jahren bin ich es aber auch nicht mehr!
  
Kinderzeit
 Der kleine Brad vor seinem Elternhaus...
 
Burbank 
... und Jahre später in 2008.
 
Erstmals setzte ich meinen Fuß auf den Muscle Beach als ich 14 war und gerade die Welt über meine Nachbarschaft in Burbank, Kalifornien, hinaus erforschte. Was für eine Entdeckung! Meine jungen Augen konnten kaum glauben, was sie sahen: ein richtiger Zirkus von außergewöhnlichen, muskulösen, knapp bekleideten, sonnengegerbten Akrobaten übte sich in handgemachten, purzelnden Stunts, oder führte seine blendende Geschicklichkeit an den Ringen und hohen Stäben unter dem warmen kalifornischen Sonnenschein vor. Alles vor einem sehr verständnisvollen Publikum von Sonnenanbetern und „Schaulustigen“.
 
Und es gab natürlich die ersten Bodybuilder, die auf ihrer Plattform pumpten und brummten. Als ich meinen Weg in diese Richtung machte, bekam ich eine Vision, die mein Leben bestimmte.
 
Mit dem Gesicht nach oben auf einem großen weißen Strand-Handtuch liegend, die Augen geschlossen, die Arme zur Seite gestreckt, Palmen abwärts, eine makellose Bräune zur Schau stellend, lag der schönste, perfekt proportioniertete muskulöse Mensch, den ich bislang gesehen hatte. Als ich näher trat, magnetisiert von dieser Vision, öffnete er die Augen und traf meinen Blick. Die blausten Augen für immer! Mein Herz stampfte! Ich dachte, ich würde schwach!
 
Dieser Mann war der legendäre Steve Reeves, der Gott der körperlichen Perfektion – meine Inspiration. Diesen Moment werde ich nie vergessen!
 
Durch den Muscle Beach und Steve Reeves begann ich mit dem Gewichtstraining. Durch den Muscle Beach und Steve Reeves wurde ich ein Filmstar der dritten Welt, reiste viele Male durch die Welt und erlebte viele Abenteuer während meiner Karriere als Stuntman, Stunt-Koordinator und Star einer Reihe ausländischer Filme.
  
Jetzt lebe ich in der Nähe des Muscle Beach und sehe ihn fast jeden Abend. Nur noch ein alter Kerl, der auf einer umgefallenen Mülltonne am Strand sitzt, den Sonnenuntergang seines Lebens betrachtet, das Universum seines Gedächtnisses erforscht, seine Vergangenheit bespricht und über seine Zukunft nachdenkt.
 
Aber wartet! Es ist noch nicht zu Ende!
 
Dank des Muscle Beach bin ich.
   
200 Jahre Oktoberfest München - Brads Party 2010
   
Brad Harris
Brad Harris feiert 200 Jahre Münchner Oktoberfest
 
200 Jahre Münchner Oktoberfest. Grund genug für Brad Harris, nach der „Jubilee Party“ anlässlich seines 50. Wiesn-Fest im letzten Jahr, wieder zur Party ins Armbrustschützenzelt einzuladen. „Spaß für alle“, lautete erneut das Thema am 29. September 2010.
 
Brad & Friends
Brad & Friends
   
Bei einer Maß Bier und gutem Essen wurde gefeiert. Brad und Freunde genossen die Stunden auf dem Oktoberfest. „Die Atmosphäre im Armbrustschützenzelt finde ich so schön. Tradition und bayerische Kultur werden hier sehr schön gepflegt.  Auch deshalb fühle ich mich im Festzelt der Familie Inselkammer gut aufgehoben,“ stellt Brad fest.
 
Brad & Katharina Inselkammer
Brad und Festwirtin Katharina Inselkammer
  
Anlässlich seiner Wiesn-Party stellte Brad die erweiterte Neuauflage seiner Biografie „Ein amerikanischer Bayer“ vor. Ein wirklich passender Titel, wie alle Gäste sich an diesem Tag selbst überzeugen konnten.
 
Fescher Brad
"Fescher Amerikanischer Bayer"
   
Und so verbrachten „Brad and Friends“ auch beim 200. Wiesn-Jubiläum  vergnügliche Stunden und alle die gekommen waren, hatten eine schöne Zeit. Brad war zufrieden und meinte: „Es war wieder eine Gaudi. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Es lebe die Tradition. Ein Prosit auf das Oktoberfest.“
  
Brad und Freunde
Tradition auf dem Oktoberfest - Brad und Freunde
  
Brad in guten Händen
Brad und seine jungen Verehrerinnen
  
Der amerikanische Bayer
Der amerikanische Bayer feiert
 
Ein Kuss für Brad
Die Stimmung steigt... schon wieder ein italienischer Kuss für Brad.
 
Brad und Helmut
Armdrücken mit Helmut Riedmeier... dem ersten deutschen Mr. Universe!
 
Brad und Helmut 2
Doppeltaktik von Brad... Hilfts?
 
Glücklicher Brad
Ein glücklicher Brad
 
Invitation - Einladung
Brads Einladung für die Party
 
   
Wiesn-Jubiläum für Brad Harris
 
Zum 176. Münchner Oktoberfest lud Brad Harris am 23. September 2009 zur „Jubilee Party“ ins Armbrustschützenzelt. Familie, Freunde und Kollegen kamen und feierten mit dem US-Amerikaner dessen 50. Wiesn-Besuch.
 
Brad Harris
Brad Harris feiert seinen 50. Wiesn-Besuch
  
Brad und Wiesn-Wirte
Brad mit der Wiesn-Familie Peter Inselkammer
  
Alles begann, als Brad Harris 1958 als GI nach München kam und erstmals das bayerische Volksfest kennen lernte. Der Beginn seines Weges zu einem „amerikanischen Bayer“. 1959 geriet der Universitätsabschluss dazwischen, aber alle weiteren Oktoberfeste besuchte Brad.
Er liebt die Gaudi des Festes, aber auch die bayerische Tradition und natürlich das gute Essen. Nicht zuletzt deshalb lebte Harris acht Jahre (von 1972 bis 1980) in München.
  
Wiesn-Gäste
Brads Freunde
  
Zu „Beer, Chicken and Oompah Music“ wurde jetzt gefeiert und getalkt. Brad erschien erstmals landestypisch in Lederhosen und machte darin eine gute Figur. Zur Feier des Tages trug er auch wieder seine schwarzen Soldatenstiefel, die er schon bei seinem ersten Wiesn-Besuch hatte.
Große Freude bereitete Brad die Kurzvisite seiner Tochter Sabrina, die extra aus London, von den Vorbereitungen zum neuen Clint-Eastwood-Film, anreiste. Auch für sie wurde Papas Party zu einem Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern.
 
Brad und Sabrina
Brad und Sabrina
   
Traditionelle Schuhplattler, Goaßsschnaltzler (das schnelle Knallen mit einer Fuhrmannspeitsche, ein alter bayerisch-österreichischer Brauch) und Adi Behams Unterbrunner Blasmusik sorgten für fröhliche Stimmung im schönen, typisch bayerischen Armbrustschützenzelt. Zur Gaudi des Publikums führte Brad Harris bei einem Stück den Taktstock und zeigte sich auch hier in bester Form.
  
Brad und Dirndl-Gäste
Brad und hübsche Gäste im Dirndl
  
Brad und Gisela Hahn
Brad und Gisela Hahn
 
„Brad and Friends“ verbrachten vergnügliche Stunden und alle die gekommen waren, haben eine schöne Zeit gehabt. Das wollte Brad und stellte erfreut fest: „Ich bin sehr froh, viele Freunde wieder getroffen zu haben. Es hat Spaß gemacht. Ein Prosit auf das Oktoberfest.“
  
Brad Harris
     
Brad Harris
  
Eingeführt in Hollywood Stuntmen's Hall of Fame am 19. Januar 2006
   
Hall of Fame
 
 
  
Besuch des BUIO OMEGA-Filmclubs in Gelsenkirchen (2006)
Plakat
Plakat der Veranstaltung
28. April 2006. „Wie viele Leute werden im Kino sein,“ will Brad an diesem Morgen am Stand auf der FIBO in Essen von mir wissen. „Keine Ahnung, aber es werden schon einige kommen,“ lautet meine ihn nicht zufrieden stellende Antwort. Wer weiß auch schon, wie viele Fans der Veranstaltung des BUIO OMEGA-Filmclubs folgen werden. Jedenfalls sind die Planungen für den Verlauf des Tages abgeschlossen. Durch Brads eigenen Chauffeur hat sich die Lage entspannt, Markus wird ihn wieder fahren. Ich kann mich den Leuten vom Filmclub anschließen und gemütlich mit ihnen zum Abendessen nach Duisburg fahren.
Zurück im Hotel ändert sich mit einem Anruf wieder alles. Der Chauffeur kommt erst später aus Frankfurt zurück, er kann Brad erst vom Ort des Abendessen ins Kino befördern. Wieder greife ich zum Telefon, jetzt müssen doch die Leute vom Filmclub ran.
Wir treffen uns im Kino, wo bereits eifrig die Vorbereitungen zum Mega-Event laufen. Jörg soll jetzt Chauffeur spielen, er, der ein besonders großer Brad-Harris-Fan ist. Rechtzeitig machen wir uns auf den Weg, treffen überpünktlich bei Brad im Hotel ein. Wir müssen aber noch warten. Brad hat indes Timea Majorova, eine hübsche Slovakin aus der Fitnessbranche, und eine weitere weibliche Begleitung für den Abend „angeheuert“, denn hübsche Frauen stehen jeder Filmveranstaltung. Meint Brad. Und er hat Recht! Aus dem Taxi steigen zwei hübsche Girls. Zu Timea, die wie Brad in Los Angeles lebt, lohnt sich folgender Blick: Timea Majorova.  
Zum Dinner geht es in den Landschaftspark nach Duisburg-Nord, der 200 Hektar großen Industriebrache, die im untergehenden Sonnenlicht ein faszinierendes Lichtspektakel ausübt. Das stillgelegte Hüttenwerk und die Geschichte des Ruhrgebiets faszinieren die Gäste aus den U.S.A. Im Restaurant des sog. Hauptschalthauses werden kulinarische Genüsse aufgetischt.
Abendessen
Beim Abendessen im "Hauptschalthaus"
Brad
Brad Harris live
Gestärkt geht es zum eigentlichen Event in den Schauburg Filmpalast nach Gelsenkirchen-Buer. Um 22.30 Uhr ist Veranstaltungsbeginn. Als wir am Kino eintreffen, sind die meisten Besucher, Clubmitglieder wie Fans, bereits im Kino versammelt.
Erste Autogramme
Brad ist da. Erste Autogrammwünsche.
Damen
Bewundernde Blicke für "Action-Harris"
Nach kurzer Ansage von Komitee-Mitglied Sailor Ripley wird Brad mit großem Applaus auf der Bühne begrüßt. Die Freude unter den Teilnehmern ist groß. Wann gibt es schon einmal Gelegenheit, einen Helden der Jugend live zu erleben. Einige lustige Trailer aus Brads Filmschaffen sind der Einstieg, bevor der Filmgelehrte Christian Kessler mit Brad Harris ein längeres Interview führt. Brad fühlt sich auf der Bühne sichtlich wohl. Nach einigen schelmischen Antworten auf Englisch, wird der Rest des Gespräches auf Deutsch geführt. Brad spricht die Sprache aufgrund seiner Münchner Jahre recht gut. Das Interview endet mit der Auszeichnung des „geheimnisvollen Filmclubs“, dem kleinen „Joe“. Dieser Preis steht für außergewöhnliche Verdienste im Exploitation-Kino, und bislang haben ihn schon Koryphäen wie Herbert Fux und Franco Nero. Brad stellt tatsächlich fest, dass ihn das deutsche Publikum nicht vergessen hat.
Interview
Brad mit "Joe"
Komitte und Brad
Stolze Gesichter neben Brad
Preis
And the winner is... Brad Harris
Das merkt er anschließend auch bei der mehrstündigen Autogrammsession. Unzählige Autogramme und Schnappschüsse mit dem Star sind gefragt. Brad Harris ist von dem Ansturm überwältigt, was er mir immer wieder gesteht.
Autogramm 2
Brad schreibt Autogramme
Gegen 2 Uhr morgens betritt „der Mann für die Action im deutschen Film“ nochmals die Kinobühne und wird frenetisch gefeiert. Brad Harris ist gerührt. Was kaum einer im Saal aber weiß, ist, dass Brads Flieger nach München bereits um 7 Uhr startet. Uff. Das ist auch der Grund, warum der Amerikaner nicht länger bleiben kann, um seinen Film KOMMISSAR X – IN DEN KLAUEN DES GOLDENEN DRACHEN auf der großen Leinwand sehen zu können. Geblieben ist die Erinnerung an einen schönen Abend. Ein Dankeschön an den Filmclub Buio Omega.
Plakate
Der Mann für die Action im Schauburg Filmpalast